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Ausgewählte Erwerbungen der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

(1601 - 1700)

Wilhelm Taudpheus: Eigentliche Vorstellung der neuen fliegenden Brück zu Mannheim Welche auß gnädigstem Befehl deß […] Herrn Carl Ludwigs/ Pfaltzgrafen bei Rhein [...] Wilhelm Taudpheus/ ein geborner Pfältzer 1618. und Bürger in Bacherach/ im Monat Julio deß 1669. Jahrs/ verfertigt […] Zu Bacherach im Gülden Schiff zu finden bey dem Autor. Und zu Mannheim bey Ludewig Serv/ Und zu Heydelberg im Ritter St. Georg, - 1 Bogen, mit Kupferstich  
(Erworben von der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Signatur: Einbl. Xb FM 340)

Titelblatt  "Eigentliche Vorstellung der neuen fliegenden Brück zu Mannheim" Wilhelm Taudpheus: Eigentliche Vorstellung der neuen fliegenden Brück zu Mannheim Welche auß gnädigstem Befehl deß […] Herrn Carl Ludwigs/ Pfaltzgrafen bei Rhein [...] Wilhelm Taudpheus/ ein geborner Pfältzer 1618. und Bürger in Bacherach/ im Monat Julio deß 1669. Jahrs/ verfertigt […] Zu Bacherach im Gülden Schiff zu finden bey dem Autor. Und zu Mannheim bey Ludewig Serv/ Und zu Heydelberg im Ritter St. Georg, - 1 Bogen, mit Kupferstich  
(Erworben von der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Signatur: Einbl. Xb FM 340)

Die Geschichte der Mannheimer Rheinbrücken beginnt mit der sogenannten „Fliegenden Brück“ im Jahr 1669. Es handelt sich hier um eine fest installierte Gierfähre, bei der die Strömung des Flusses ausgenutzt wird. Die Fähre, von einem Seil geführt, pendelt zwischen den Stationen hin und her. Der Konstrukteur und Erbauer der Fähre war Wilhelm Taudpheus, ein Pfälzer aus Bacharach.
Der erworbene großformatige Einblattdruck ist ein seltenes Denkmal dieser für die Stadt Mannheim konstruierten Fährverbindung, welche als Wunder angestaunt, beschrieben und besungen wurde. Der Detail getreue Kupferstich zeigt vor dem Stadtpanorama von Mannheim mit der Festung Friedrichsberg die Gierfähre auf dem Rhein. Im Vordergrund warten Kurfürst Karl Ludwig und sein Gefolge auf die Ankunft der Fähre für eine erste Probefahrt.

Der stolze Pfälzer Bürger Taudpheus feiert in einem Gedicht mit 11 Strophen seine Konstruktion und rühmt die große Tragfähigkeit der Fähre:
„Auf einmal kann sie tragen
Mehr als vierhundert Mann,
Pferd und geladene Wagen,
Als ich bezeugen kann,
Man sitzet oder stehet
Und ruhet, wie man will,
Die Brücke doch fort gehet,
Der Reisend bleibet still.“

Dieser Einblattdruck in seiner Vollständigkeit mit Kupferstich und Textstrophen ist bisher nur in einem Mannheimer Museum nachzuweisen.

Letzte Änderung: 01.02.2019

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