Die Verwirklichung

1989 schlossen sich die heute für den Zeitraum 1450 - 1912 zuständigen Bibliotheken zur Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke zusammen, um ein koordiniertes Vorgehen bei der Sammlung der ihnen fehlenden Werke des deutschen Sprach- und Kulturraums zu sichern. Die Finanzierung übernahm für fünf Jahre die Volkswagen-Stiftung, seitdem obliegt sie den Unterhaltsträgern.

Seit 1995 beteiligt sich auch die Deutsche Nationalbibliothek im Rahmen ihres gesetzlichen Sammelauftrags an der Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke.

Die Bibliotheken, welche die Zeitsegmente bis zum Erscheinungsjahr 1912 betreuen, sammeln retrospektiv, während die Deutsche Nationalbibliothek für die laufende Erwerbung und nationalbibliografische Verzeichnung der deutschen Drucke der Gegenwart zuständig ist.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich das Konzept einer dezentralen, chronologisch gegliederten Sammlung bestens bewährt. Die abgestimmte Erwerbungspolitik der Bibliotheken und die moderne Informations- und Kommunikationstechnik ermöglichen den Aufbau einer verteilten Nationalbibliothek.

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E-Mail-IconDr. Joachim Migl