Die historische Situation
Die föderativ geprägte Geschichte Deutschlands ließ vielfältige und reichhaltige Bibliotheken entstehen. Jedoch hatte keine von ihnen den Auftrag oder die Mittel, alle im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke zu sammeln, weshalb rund ein Drittel davon in deutschen Bibliotheken fehlt. Erst 1913 wurde die Deutsche Bücherei in Leipzig als Sammelstätte für das gesamte deutsche Schrifttum eröffnet. Das Defizit aus der Zeit davor machte sich besonders bemerkbar, als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Studium und Forschung expandierten und daraus ein erhöhter Bedarf an Quellenliteratur entstand.