Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Das Zeitsegment 1701 - 1800
Erschließung
Nach ihrer Gründung im Jahr 1734 entwickelte sich die
Göttinger
Universitätsbibliothek rasch zu einer überregional
bedeutenden Forschungsbibliothek der Aufklärung. Mit gezielter
Förderung, internationalen Beziehungen und viel Sachverstand
gelang von Beginn an der Aufbau eines vorbildlichen
Arbeitsinstruments für die Wissenschaft.
Die SUB Göttingen heute ist nicht nur die Zentralbibliothek der
Universität Göttingen und Bibliothek der Akademie der
Wissenschaften zu Göttingen, sondern fungiert auch als
Staatsbibliothek des Landes Niedersachsen. 16
Sondersammelgebiete, die an schon vorhandene
Bestandsschwerpunkte anschließen, werden mit Unterstützung der
DFG gepflegt.
Mit 4,3 Millionen Bänden, 1,5 Millionen Mikroformen, 313.000
Karten und Plänen, 12.000 Print-Zeitschriften, 14.000
Handschriften, mehr als 3.100 Inkunabeln, über 390 Nachlässen
von Wissenschaftlern und umfangreichen digitalen Beständen
zählt sie zu den größten deutschen Bibliotheken. Deutschland-
und weltweit arbeitet sie mit zahlreichen Partnern in
verschiedenen Kooperationsprojekten zusammen.
Das Zeitsegment 1701 - 1800
In mancherlei Hinsicht wurden im 18. Jahrhundert, dem Zeitalter der Aufklärung, die Wurzeln für unsere moderne Welt gelegt. In dem Zeitabschnitt zwischen 1701 und 1800 setzte sich die Überzeugung durch, dass die Welt nach rational erkennbaren Gesetzmäßigkeiten funktioniert, und dass der Mensch als ein vernunftbegabtes Wesen durch Bildung und Erziehung dazu gebracht werden kann, seine Lebenswelt zu erkennen und zu gestalten.
Während letzteres zu einer gewaltigen Produktion von Erziehungs- und Bildungsliteratur für die Angehörigen aller gesellschaftlichen Schichten führte, brachte das rationale Denken eine Flut von (natur-)wissenschaftlichen Publikationen mit sich, die das Anschwellen des durch Theorie und im Experiment gewonnenen Wissens der Zeit dokumentieren.
Beiden Phänomenen der Aufklärungszeit gilt die besondere Aufmerksamkeit des Sammlungsprojektes. Darüber hinaus werden auch Bestandslücken bei der so genannten "Trivialliteratur" und bei gewöhnlich schlecht überlieferten Gattungen wie Einblattdrucken, Flugblättern oder Gelegenheitsschriften aus dem 18. Jahrhundert geschlossen.
Erschließung
Alle Erwerbungen der Sammlung Deutscher Drucke 1701-1800 werden katalogisiert und im Online-Katalog der Bibliothek und in der Verbunddatenbank des GBV bzw. in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) nachgewiesen. Damit sind die Anschaffungen des Projektes, wie auch der gesamte Bibliotheksbestand zum 18. Jahrhundert, nicht nur vor Ort, sondern über das Internet auch weltweit zugänglich und nutzbar. Göttinger Bestände sind außerdem in der Heritage of the Printed Book Database (HPB) des Consortium of European Research Libraries (CERL) nachgewiesen. Alle Ergänzungskäufe sind darüber hinaus auch sachlich erschlossen und können so durch entsprechende Suchanfragen im Katalog gefunden werden.
Kontakt:
Dr. Christian Fieseler
Mitarbeiter/innen:
Dietlind Willer,
Karsten Otte
Abteilung Spezialsammlungen und Bestandserhaltung
D - 37070 Göttingen
Telefon: +49-551-39-5280 oder -5674
Fax: +49-551-39-5674