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Willkommen bei der AG Sammlung Deutscher Drucke

In der Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke (AG SDD) kooperieren sechs Bibliotheken, um eine umfassende Sammlung der gedruckten Werke des deutschen Sprach- und Kulturraums vom Beginn des Buchdrucks bis in die Gegenwart aufzubauen, zu erschließen, der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und für künftige Generationen zu bewahren.

Dadurch entsteht eine verteilte Nationalbibliothek, in der die beteiligten Bibliotheken für einzelne Zeitsegmente verantwortlich sind.

1450 - 1600 Bayerische Staatsbibliothek München (Notendrucke bis 1800)
1601 - 1700Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
1701 - 1800Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
1801 - 1870Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main
1871 - 1912 Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz (Landkarten und Zeitungen: 1801 - 1912, Notendrucke: 1801 - 1945)
1913 ff.Deutsche Nationalbibliothek (Vorsitz)

Letzte Änderung: 12.3.2012

David Herrliberger: Zürcherische Ausruff-Bilder, vorstellende diejenige Personen, welche in Zürich allerhand so wol verkäuffliche, als andere Sachen, mit der gewohnlichen Land- und Mund-Art ausrufen, Zürich: Bey David Herrliberger, 3 Bde. 1748-1751 – jeweils [18] Bl. mit 52 Kupferstichen. (Erworben von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Signatur DD2011 A 1:1-3 RARA)

Ein Zürcherisches Ausruff-Bild David Herrliberger: Zürcherische Ausruff-Bilder, vorstellende diejenige Personen, welche in Zürich allerhand so wol verkäuffliche, als andere Sachen, mit der gewohnlichen Land- und Mund-Art ausrufen, Zürich: Bey David Herrliberger, 3 Bde. 1748-1751 – jeweils [18] Bl. mit 52 Kupferstichen. (Erworben von der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Signatur DD2011 A 1:1-3 RARA)

Die Zürcherische[n] Ausruff-Bilder wurden zwischen 1748 und 1751 von dem Schweizer Kupferstecher und Verleger David Herrliberger (1697–1777) veröffentlicht. Das dreiteilige Werk enthält insgesamt 156 handkolorierte Abbildungen Züricher Straßenhändler, die in ihrer berufstypischen Kleidung dargestellt sind. Die dazugehörigen Bildunterschriften bestehen aus dem schweizerdeutschen „Ausruf“ sowie einem hochdeutschen Vers, der die jeweils angebotenen Waren oder Dienstleistungen beschreibt oder kommentiert.
Die Abbildung zeigt die Kupferstiche 8, 9 und 10 aus dem ersten Teil des Werkes; dargestellt sind eine Blumenverkäuferin, ein Bauer mit einem ein Netz junger Hühner über der Schulter und einem Hahn in der Hand sowie ein Händler, der ein Destillat aus Kirschen („Kriesi-Waser“) in einem Fass auf seinem Rücken feilbietet. Über die Ware des Schnapshändlers heißt es: „Der Kirschen-Geist erquikt den praßer / Viel mehr, als Wein, Bier, Most und Waßer.“

Albatros-Werke Berlin-Johannisthal. Berlin, 1912. - 23 S. (Erworben 2011 von der Staatsbibliothek zu Berlin)

Albatros-Werke Berlin-Johannisthal Albatros-Werke Berlin-Johannisthal.
Berlin, 1912. - 23 S. (Signatur: 50 MA 34120)

Eine besonders interessante Gruppe von Büchern, die für die Sammlung Deutscher Drucke erworben werden, sind Firmenschriften. Diese haben oft nicht nur werbenden Charakter, sondern stellen auch die Firmengeschichte vor und sind natürlich selbst eine Quelle zur Wirtschafts- und Technikgeschichte.
Ein schönes Beispiel ist der Katalog der Albatros-Werke Berlin-Johannisthal von 1912. Hier sind die verschiedenen Flugzeugtypen des Herstellers abgebildet. Bekannt wurde Albatros vor allem als Erbauer von Kampfflugzeugen im Ersten Weltkrieg

Adolph Kohut: Das Weib wie es ist. Zeichnungen von Gottfried Sieben. Budapest: Grimm, 1903. - 95 S., zahlr. Ill. (Erworben 2010 von der Staatsbibliothek zu Berlin)

Umschalg von Kohut, Das Weib wie es ist Adolph Kohut: Das Weib wie es ist. Zeichnungen von Gottfried Sieben. Budapest: Grimm, 1903. - 95 S., zahlr. Ill.
(Signatur: 50 MA 33512)

Das Weib wie es ist ist nicht nur ein Beispiel für einen deutschen Druck im Ausland, sondern auch für die erotische Literatur der Jahrhundertwende. Verschiedene Frauencharaktere (z.B. die "Tänzerin" oder die "Schüchterne") werden mit einer Illustration von Gottfried Sieben und einem Text von Kohut vorgestellt.
Adolph Kohut war ein sehr produktiver Journalist und Schriftsteller, der aus Ungarn stammte. Er war u.a. seit 1878 Redakteur der Tribüne in Berlin, von wo er wegen seiner Angriffe auf Bismarck für fünf Jahre ausgewiesen wurde, dann aber wieder dorthin zurückkehrte. Gottfried Sieben, ein österreichischer Maler und Illustrator, machte sich vor allem mit erotischen oder anderweitig sensationellen Illustrationen einen Namen. Von ihm stammen auch die unter dem Pseudonym Archibald Smith veröffentlichten Balkangreuel (Wien, 1909), die in der Sammlung Künstlerische Drucke der Staatsbibliothek zu Berlin aufbewahrt werden.

Esther Gonstalla:
Das Atombuch : radioaktive Abfälle und verlorene Atombomben. - 1. Aufl. - Münster : E. Gonstalla, 2009
(Erworben 2009 von der Deutschen Nationalbibliothek)

Aufgeschlagenes Atombuch von Esther Gonstalla Esther Gonstalla: 
Das Atombuch : radioaktive Abfälle und verlorene Atombomben. - 1. Aufl. - Münster : E. Gonstalla, 2009. - 117 S. zahlr. graph. Darst. ; ISBN 978-3-00-028013-9 Pp. - Signaturen: 2009 B 36791; 2009 B 20892; DBSM IBST B 1920

Ein sehr informatives Sachbuch, um sich mit dem aktuellen Thema Atomkraft und Kernenergie auseinanderzusetzen. Es erhielt im Jahr 2009 eine lobende Anerkennung beim jährlich stattfindenden Wettbewerb "Die schönsten deutschen Bücher".
Aus der Begründung der Jury: "…Ein Buch, das 'strahlt' - die neon-orange Sonderfarbe (sowohl als Schrift als auch flächig eingesetzt) unterstützt hier äußerst gelungen die Thematik. Das Buch überzeugt in seiner Anmutung. Die Infografiken sind ebenso bemerkenswert und visualisieren markant statistische Zahlenkolonnen, Transportrouten oder Verhältnismäßigkeiten. Das Format … verstärkt in gewählter Größe die Eindringlichkeit. … eine engagierte Arbeit mit prägnant-einheitlicher Informationsgestaltung."

Die Blätter fallen. Der Endsieg bleibt aus.
In Russland decken gefallene Blätter gefallene Soldaten.
Und Schnee deckt die Blätter, die gefallene Soldaten decken.
Flugblatt. - Herausgeber: Großbritannien, Propagandaabteilung "Electra House". - Einsatzzeit: 30.11. - 29.12.1941
(Erworben 2009 von der Deutschen Nationalbibliothek)

Abbildung eines sehr seltenen britischen Flugblatts der englischen Propagandaabteilung in Form eines Eichenblattes Die Blätter fallen. Der Endsieg bleibt aus. 
In Russland decken gefallene Blätter gefallene Soldaten. 
Und Schnee deckt die Blätter, die gefallene Soldaten decken. - Flugblatt. - Herausgeber: Großbritannien, Propagandaabteilung "Electra House". Einsatzzeit: 30.11. - 29.12.1941. - Signatur: 1992 A 3831 - [618]

Sehr seltenes britisches Flugblatt der englischen Propagandaabteilung in Form eines Eichenblattes; durch ungezielte Ausstreuung in Deutschland verbreitet.

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