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Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz

Die Staatsbibliothek zu Berlin ist eine allgemein zugängliche Forschungs- und Informationsbibliothek mit universalen historischen wie aktuellen Sammlungen und einem breitgefächerten Dienstleistungsangebot. Mit über 11 Millionen Bänden zählt sie zu den größten Bibliotheken der Welt.

Im System der überregionalen Literatur- und Informationsversorgung betreut sie mehrere von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sondersammelgebiete. In dem kooperativen Erwerbungsprogramm Sammlung Deutscher Drucke ist sie für den Zeitraum 1871 bis 1912 zuständig (Landkarten und Zeitungen: 1801 - 1912, Musikalien 1801 - 1945).

Zu ihren herausragenden überregionalen Aufgaben im Bereich der Erschließung und des Bestandsnachweises zählen die Führung der Autographen-Verbunddatenbank Kalliope, die Erarbeitung des Gesamtkatalogs der Wiegendrucke (GW), die Mitarbeit an den nationalbibliografischen Verzeichnissen der deutschen Drucke des 16. und 17. Jahrhunderts (VD16 bzw. VD17) und die bibliothekarische Betreuung der Zeitschriftendatenbank (ZDB).

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden am 1. Januar 1992 die beiden Nachfolgeeinrichtungen der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek - die Deutsche Staatsbibliothek und die Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz - unter dem Namen »Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz« vereinigt. Ein tragfähiges Konzept für die Zukunft wurde gefunden: Im Haus Unter den Linden entsteht mit dem vereinigten Bestand historischer Druckschriften, Handschriften, Musikalien und Karten sowie den Kinder- und Jugendbüchern eine historische Forschungsbibliothek. Das Haus Potsdamer Straße wird als Forschungsbibliothek der Moderne ausgebaut. Außerdem sind dort die Osteuropa-, Orient- und Ostasienabteilung angesiedelt. Zur Staatsbibliothek gehören schließlich noch zwei weitere Häuser: Im Berliner Westhafen ist derzeit die Zeitungsabteilung und am Märkischen Ufer das Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz untergebracht.

Das Zeitsegment 1871 - 1912 (Landkarten und Zeitungen: 1801 - 1912, Notendrucke: 1801 - 1945)

Der Staatsbibliothek zu Berlin ist trotz des recht kurzen Zeitabschnitts von 1871 bis 1912 angesichts der enormen zeitgenössischen Buchproduktion letztlich ein äußerst umfangreicher Sammelauftrag zugefallen.

Schon in den ersten zehn Jahren des Bestehens der Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke konnte die Staatsbibliothek zu Berlin fast 35.000 Werke erwerben, die in ihren umfangreichen Sammlungen noch fehlten und vielfach bislang auch in keiner anderen deutschen Bibliothek vorhanden waren.

Dazu zählen insbesondere

  • wichtige Quellen zur Entwicklung von Technik und Industrie, nicht zuletzt zahlreiche Firmenschriften, die nur in kleiner Auflage erschienen und vordem nie systematisch gesammelt wurden;
  • ephemeres und daher meist äußerst lückenhaft überliefertes Klein- und Gelegenheitsschrifttum aus allen Bereichen der Wissenschaft und des täglichen Lebens, das bislang allenfalls in beispielhafter Auswahl in öffentlichen Bibliotheken verwahrt und für die Nachwelt überliefert wurde;
  • seltene Werke der zeitgenössischen Belletristik einschließlich der überaus schlecht überlieferten »Trivialliteratur«,
  • seltene Kinder-, Jugend- und Schulbücher;
  • zahlreiche künstlerische Druckwerke, die die bedeutsamen buch- und schriftkünstlerischen Entwicklungen der Zeit in eindrucksvoller Weise dokumentieren.

Die Staatsbibliothek zu Berlin wird ihre erfolgreichen Sammlungsaktivitäten in den kommenden Jahren mit unverminderter Intensität fortsetzen.

Erschließung

Alle im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke erworbenen Werke werden umgehend im Online-Katalog der Staatsbibliothek, im Gemeinsamen Verbundkatalog (GVK) und - sofern es sich um periodisch erschienenes Schrifttum handelt - auch in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) nachgewiesen.

Zusätzlich erschließt die Staatsbibliothek zu Berlin alle neu erworbenen Werke sachlich nach der differenzierten Systematik ihres Alten Realkatalogs. Durch die Einarbeitung der ergänzenden Erwerbungen der Sammlung Deutscher Drucke entsteht sukzessive ein nach fachlichen Kriterien angelegtes vollständiges Nachweissystem der deutschsprachigen Buchproduktion der Jahre 1871-1912.

Eine besondere Hilfe bietet dabei die Systematik des Alten Realkatalogs (ARK), die aus dem Wissenschaftsverständnis des 19. Jahrhunderts heraus entstand und in der Folgezeit weiterentwickelt wurde. Sie ist daher besonders geeignet, die für die Sammlung Deutscher Drucke erworbenen Werke adäquat zu erschließen und dem wissenschaftlichen Benutzer sachliche Suchmöglichkeiten und gezielte Einstiegspunkte für die fachspezifische Recherche zu bieten.

Kontakt:

Annette Wehmeyer
Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Abteilung Historische Drucke
Unter den Linden 8
D - 10117 Berlin

Telefon: +49 30 266-436600
Telefax: +49 30 266-336600

Letzte Änderung: 01.03.2012

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