Willkommen bei der AG Sammlung Deutscher Drucke
In der Arbeitsgemeinschaft Sammlung Deutscher Drucke (AG SDD) kooperieren sechs Bibliotheken, um eine umfassende Sammlung der gedruckten Werke des deutschen Sprach- und Kulturraums vom Beginn des Buchdrucks bis in die Gegenwart aufzubauen, zu erschließen, der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und für künftige Generationen zu bewahren.
Dadurch entsteht eine verteilte Nationalbibliothek, in der die beteiligten Bibliotheken für einzelne Zeitsegmente verantwortlich sind.
| 1450 - 1600 | Bayerische Staatsbibliothek München (Notendrucke bis 1800) |
| 1601 - 1700 | Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel |
| 1701 - 1800 | Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen |
| 1801 - 1870 | Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main (Vorsitz) |
| 1871 - 1912 | Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz (Landkarten: 1801 - 1912, Notendrucke: 1801 - 1945) |
| 1913 ff. | Deutsche Nationalbibliothek |
20 Jahre Sammlung Deutscher Drucke
Taschenkalender für das Jahr 1831.
Augsburg : Bloßfeld
(Erworben im Januar 2009 von der Universitätsbibliothek Johann
Christian Senckenberg)
Der Taschenkalender im Format 5,2 x 3,6 cm [!] enthält neben dem Kalendarium und einem Hinweis auf die Sonnen- und Mondfinsternisse des Jahres sieben kolorierte Kostümillustrationen aus der heute weitgehend vergessenen Oper "Die Stumme von Portici" von Daniel-Francois-Esprit Auber (1782-1871), die 1828 in Paris uraufgeführt wurde. Die Titelfigur Fenella ist - ungewöhnlich für eine Oper - stumm. Sie stürzt sich im letzten Akt aus Verzweiflung in die glühende Lava des Vesuvs! Die Handlung spielt vor dem Hintergrund des Aufstandes der Neapolitaner gegen die spanischen Besatzer im 17. Jahrhundert. Die Aufführung der Oper in Brüssel im August 1830 löste Unruhen gegen die Niederländische Herrschaft aus, die letztlich zur Unabhängigkeit Belgiens führten.
Jan Tschichold : Meister der Typografie ; sein Leben, Werk und
Erbe / Cees W. de Jong .... - Orig.-Ausg. - Köln : Detsch, 2008
(Erworben 2008 von der Deutschen Nationalbibliothek)
Jan Tschichold prägte als Grafiker und Buchgestalter den
Bauhausstil entscheidend mit. Die von ihm gestalteten Druckwerke
wie auch seine Lehrbücher zur Typografie setzen noch heute
ästhetische Maßstäbe. Der arbeitsbezogene Tschichold-Nachlass
befindet sich heute im Deutschen Buch- und Schriftmuseum, einer
Abteilung der Deutschen Nationalbibliothek.
Die Herausgeber des Buches haben Tschicholds Werk umfassend
gewürdigt und mit zahlreichen farbigen Abbildungen einem breiten
Publikum zugänglich gemacht. Eine Parallelausgabe erschien in
englischer Sprache.
Das Buch der Frau / unter Mitw. von Anna Behnisch-Kappstein
... Hrsg. von Anna Plothow. - Leipzig : Reisner, 1903. - 2 Bde.
(Erworben 2008 von der Staatsbibliothek zu Berlin -
Preußischer Kulturbesitz)
"Ein neues Frauenideal ist es, das uns an der Schwelle des zwanzigsten Jahrhunderts grüßt. Langsam hat sich ein tiefer Wandel in allen Lebensbedingungen, den Pflichten und Aufgaben, in der rechtlichen und wirtschaftlichen Stellung der Frau vollzogen. Neue Forderungen stellt eine neue Zeit an sie, und die Erfüllung derselben heischt von ihr eine intensive Entwicklung all ihrer Kräfte und Fähigkeiten." (S. 1) - Themenreicher Ratgeber für Frauen, der neben zeittypischen Kochrezepten oder Schnittmustern auch Informationen über "Die Stellung der Frau im Recht" u.v.a. mehr enthält. Ein geradezu klassisches Beispiel für jene Art von Literatur, deren Sammlung von den großen wissenschaftlichen Bibliotheken der Zeit weitgehend vernachlässigt wurde und erst heute im Rahmen der Sammlung Deutscher Drucke konsequent betrieben wird.